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15 Hausmittel gegen Blasenentzündung

Kaum von der Toilette zurück, schon drückt die Blase wieder? Das Wasserlassen ist trotzdem keine Erleichterung, sondern mit unangenehmem Brennen oder sogar Schmerzen verbunden? Dann deutet vieles auf eine Zystitis hin, vereinfacht auch Blasenentzündung genannt.

Insbesondere Frauen sind von Blasenentzündungen betroffen, und nicht wenige davon leiden immer wieder darunter. Als Hauptverursacher für die lästige Entzündung gelten im Darm lebende Bakterien, die unter ungünstigen Umständen in die Harnröhre und von dort die Blase gelangen können. Um schon bei den ersten Anzeichen reagieren zu können und nicht Chemiekeule greifen zu müssen, haben wir 15 tolle Hausmittel rausgesucht, die jetzt weiterhelfen können.

 

1. Kälte vermeiden

 

Blasenentzündungen können zwar auch im Sommer auftreten, in der kalten Jahreszeit ist die Gefahr aber sehr viel größer. Schließlich muss der Körper bei sinkenden Temperaturen Schwerstarbeit leisten, um alle wichtigen Organe warmzuhalten. Dabei kann leicht das Immunsystem auf der Strecke bleiben, so dass Krankheitserreger freie Bahn haben. Zur Vorbeugung ist es deshalb wichtig, sich immer dem Wetter angemessen anzuziehen. Egal, wie schick das neue Kleid und die frechen Pumps sind – wenn es draußen regnet, stürmt oder schneit, sollten es doch lieber der kuschelige Pulli, der warme Schal und die wetterfesten Stiefel sein. Wer Sport macht, ist auch gut beraten, Kleidung zum Wechseln mitzunehmen. Mit den verschwitzten Trainingssachen kann es nämlich auf dem Nachhauseweg ziemlich schnell ungemütlich kalt werden.

 

2. Unterwäsche aus Naturfasern

 

Gerade die besonders hübsche Unterwäsche wird heutzutage meist aus modernen Kunstfasern hergestellt. Leider ist sie oft nicht sonderlich saugfähig, so dass ein feuchtwarmes Mikroklima entsteht. Darin können schädliche Bakterien leider hervorragend gedeihen. Gerade im Winter empfiehlt es sich deshalb, lieber zu Höschen aus Baumwolle zu greifen, die zudem bei höheren Temperaturen gewaschen werden können.

 

3. Nach dem Sex auf die Toilette

 

Eigentlich leben die Bakterien, die Blasenentzündungen auslösen können, im Darm und gelegentlich auch im Bereich der Scheide. Wenn es beim Sex aber etwas wilder zugeht, können diese auch unversehens in die Harnröhre gelangen. Deshalb ist es eine wichtige vorbeugende Maßnahme, möglichst rasch nach dem Sex die Blase zu leeren. Das ist zwar vielleicht nicht sonderlich romantisch, sorgt aber dafür, dass alle Mikroben herausgespült werden.

 

4. Heißes Fußbad zur Stärkung der Abwehrkräfte

 

Wer zu Blasenentzündungen neigt, sollte besonders im Winter vorsichtig sein. Ein tolles Mittel, um an kalten Wintertagen das Immunsystem anzukurbeln, ist ein aufsteigendes Fußbad. Dafür wird zunächst etwa 35 °C warmes Wasser eingelassen. Nach und nach wird dann heißes Wasser hinzugefügt, bis die Temperatur 42 °C erreicht. Danach werden die Füße rasch abgetrocknet und warme Socken übergestreift. So geht es dann ins kuschelige Bett. Dieses simple Hausmittel wirkt auch vorbeugend gegen Erkältungen.

 

5. Sellerie knabbern

 

Frischer Stangensellerie ist nicht nur lecker und kalorienarm, sondern auch äußerst gesund. Er enthält sekundäre Pflanzenstoffe, die leicht antibakteriell wirken, und regt zudem die Harnbildung an. Dadurch haben es Bakterien sehr viel schwerer, sich in der Blase zu vermehren.

 

6. Regelmäßig zur Toilette gehen

 

In der Hektik des Alltags wird der Harndrang viel zu oft unterdrückt, weil der Moment gerade unpassend erscheint. Dadurch können allerdings Krankheitserreger viel zu lange in der Blase verbleiben. Unangenehme Entzündungen sind die Folge. Deshalb sind regelmäßige Toilettenpausen ein absolutes Muss.

 

7. Intimwaschlotion verwenden

 

Hygiene ist gerade dann von großer Wichtigkeit, wenn immer wieder Blasenentzündungen auftreten. Mit einer speziellen Intimwaschlotion kann dem etwas vorgebeugt werden. Die entsprechenden Produkte wirken antibakteriell und sind dennoch mild, so dass eine gesunde Scheidenflora gefördert wird.

 

8. Feuchte Umschläge machen

 

Ein klassisches Hausmittel bei Blasenbeschwerden sind heiße Umschläge. Dafür wird ein kleines Handtuch in heißes Wasser getaucht und auf den schmerzenden Unterleib gelegt. Darüber kommen ein zweites, trockenes Tuch und eine warme Decke. Die Wärme wirkt entspannend und vermindert die Beschwerden.

 

9. Wärmflasche gegen den Schmerz

 

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert die Wärmflasche. Sie kann allerdings gezielter eingesetzt werden und kühlt nicht so rasch aus. Dadurch eignet sie sich auch bei stärkeren Schmerzen.

 

10. Viel Wasser trinken

 

Der Rat, mehr zu trinken, klingt zwar etwas seltsam, wenn man ohnehin schon unter Harndrang leidet. Eine größere Flüssigkeitsmenge sorgt aber dafür, dass die Harnwege besser durchspült werden. Dadurch haben Bakterien keine Chance, sich festzusetzen. Besonders gut geeignet sind Wasser und milde Tees, die keine Säure enthalten.

 

11. Kräutertees zur Linderung der Beschwerden

 

Mit verschiedenen Kräutertees kann nicht nur die Harnmenge erhöht werden. Dank antibakterieller und entzündungshemmender Inhaltsstoffe fördern sie auch aktiv die Gesundheit der Blase. Die meisten im Handel erhältlichen Blasentees basieren auf getrockneten Brennnesseln, Birkenblättern, Goldrute und Wacholder.

 

12. Ingwer als natürliches Antibiotikum

 

Das scharfe Gewürz aus dem fernen Osten hat nachweislich eine antibakterielle Wirkung. Es sollte deshalb im Winter nicht in der Küche fehlen. Aus frischem Ingwer lässt sich auch leicht ein ebenso schmackhafter wie wohltuender Tee zubereiten. Dafür werden einfach drei Scheiben abgeschnitten und in einer Tasse mit kochendem Wasser übergossen.

 

13. Probiotische Lebensmittel für eine gesunde Schleimhautflora

 

Verschiedene gesunde Bakterien können verhindern, dass sich Krankheitserreger auf den Schleimhäuten ausbreiten. Um diese zu fördern, sollten regelmäßig probiotische Lebensmittel wie Naturjoghurt und Kefir auf dem Speiseplan stehen. Auch Sauerkraut und sein koreanischer Vetter Kimchi haben eine ähnlich positive Wirkung.

 

14. Natron zur Verbesserung des Urins

 

Es schmeckt zwar nicht sonderlich lecker, ist dafür aber umso wirksamer: Täglich ein Glas Wasser mit einem Teelöffel Kaiser-Natron sorgt dafür, dass sich der pH-Wert des Urins verändert. Dadurch können sich die schädlichen Bakterien nicht mehr vermehren. Außerdem werden dadurch die brennenden Schmerzen beim Wasserlassen vermindert.

 

15. Cranberrysaft zum Schutz der Blase

 

Der Geheimtipp unter den Mitteln gegen Entzündungen der Blase ist die Cranberry. Die rote Beere aus Amerika, die inzwischen auch als Saft und in Kapselform erhältlich ist, verfügt über ein ungewöhnliches Wirkprinzip. Sie verhindert nämlich, dass sich die Krankheitserreger überhaupt an der Schleimhaut anhaften können. So werden sie bei jedem Wasserlassen ganz einfach aus den Harnwegen ausgespült. Deshalb sind Cranberrys auch zur Vorbeugung sinnvoll.