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Fußpilz – hochgradig ansteckend und sehr hartnäckig

Fusspilz

Wer Fußpilz hat, spricht nicht gerne darüber. Im Gegenteil: Viele Betroffenen ignorieren die Tatsache, dass sie sich infiziert haben. Das ist nicht unproblematisch, denn egal um welche Art von Fußpilz es sich handelt, eines ist sicher: Von allein verschwindet er nicht mehr.

Bei einem Fußpilz (auch als Tinea pedis bezeichnet) handelt es sich um eine Infektion, die ohne Therapie jahrelang bestehen und sogar auf andere Hautareale übergreifen kann. In der Medizin spricht mann von einer Tinea corporis. Deshalb ist es in jedem Fall ratsam, schon bei den kleinsten Symptomen einen Hautarzt oder eine Hautärztin aufzusuchen.

Fußpilz ist hochgradig ansteckend: Liegen zwei Menschen unter einer Bettdecke, kann der Fußpilzerreger problemlos den Wirt wechseln. Weil es so einfach ist, sich mit dem lästigen Fußpilz anzustecken, fängt man ihn sich auch gerne in Duschkabinen, Saunaanlagen und Schwimmbädern ein, sobald man dort barfuß geht.

Woran merke ich, dass ich an einem Fußpilz leide?

Die typischen Symptome sind Juckreiz und Rötungen sowie eine hellere Färbung der betroffenen Areale. Die Haut an den Füßen kann sich schuppen, oder Risse und Bläschen aufweisen. Die meisten Betroffenen tun dies oft als harmlos ab, weil sie die Symptome nicht als Fußpilzerkrankung erkennen.

Menschen, die unter einem Diabetes oder unter peripheren Durchblutungsstörungen leiden, erkennen die Anzeichen eines Fußpilzes oft erst gar nicht. Besteht die Infektion aber längere Zeit, wird sie chronisch. Das gilt auch dann, wenn die Betroffenen häufig ihre Füße eincremen in der Annahme, dass der Juckreiz und die Schuppen von einer gewissen Hauttrockenheit kommen. Damit pflegen sie zwar ihre Füße, bekämpfen aber nicht den Erreger.

Welche Erreger stecken hinter einer Fußpilzinfektion?

Zu den typischen Erregern zählen in erster Linie Dermatophyten, also Fadenpilze. Sie ernähren sich von den Kohlenhydraten und dem Keratin der Haut.

Der Hautarzt oder die Hautärztin wird möglicherweise mithilfe eines Mikroskops oder nach Anlegen einer Kultur feststellen, unter welcher Pilzart der Betroffene leidet. Danach wird die passende Lokaltherapie ausgesucht. Je nachdem, wie ausgeprägt der Fußpilz bereits ist und wie viele Hautareale mittlerweile befallen sind, werden neben den Mitteln zur Anwendung am Fuß auch oral einzunehmende Tabletten verschrieben.

Eine solche Therapie ist unerlässlich, weil sich der Fußpilz nicht von selbst wieder verabschiedet. Eine Behandlung ist auch deshalb wichtig, weil er sonst auf Nägel übergreifen kann (Nagelpilz). Zudem machen es die durch den Fußpilz entstandenen Hautläsionen auch anderen Krankheitserregern leicht. Sie können in das Gewebe am Fuß eindringen und zusätzliche, bakterielle Infektionen verursachen. Unbehandelt kann dann sogar eine Wundrose (Erysipel) entstehen.

Kann ich meinen Fußpilz auch selbst behandeln?

Im Handel gibt es mittlerweile viele Mittel, die gegen einen Fußpilz helfen sollen. Doch nur ärztlich verschriebene Produkte haben erfahrungsgemäß das, was man eine ausreichende pilztötende Wirksamkeit nennt. Weder Schwefel noch Borsäure noch Resorcin zeigen zufriedenstellende Ergebnisse, auch Knoblauch, Teebaumöl und Grapefruitextrakt sind nicht die Mittel der ersten Wahl. Sie mögen vielleicht Bakterien abtöten, aber Pilzerreger bekämpfen sie nicht.

Das vom ärztlich verschriebene Medikament hingegen sollte bestimmungsgemäß verwendet werden. Möglicherweise reicht eine einmalige Behandlung, vielleicht muss vier Wochen lang mehrmals täglich das infizierte Areal eingestrichen werden. Das kommt auf das Produkt an, das der Arzt oder die Ärztin hier für notwendig hält. Für Betroffene ist es daher wichtig, die empfohlene Therapiedauer unbedingt einzuhalten.

Wird die Therapie vorzeitig beendet, erhöht sich die Gefahr, dass die Infektion erneut auftritt. Denn die Erreger sitzen möglicherweise in den tieferen Hautschichten, die durch die Therapie noch nicht erreicht wurden. Leider brechen viele Erkrankte die Behandlung ab, sobald die Symptome wie Rötungen, Juckreiz und Brennen nachlassen. Das macht es den in der Haut verbliebenen Erregern leicht, erneut auszubrechen.

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Dieser Artikel dient nur zu Deiner Information. Er ermöglicht keine Selbstdiagnose und ersetzt keinen Arztbesuch. Nur ein Arzt kann Dich verlässlich und verbindlich untersuchen und diagnostizieren.
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