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Fersensporn – wenn der Fußschmerz nicht mehr aufhört

Fersensporn

Der Fersensporn ist ein knöcherner Auswuchs am Fersenknochen, durch den es zu starken Schmerzen beim Gehen kommen kann. Der Fersensporn entwickelt sich durch eine einseitige Überbelastung, eine Fehlstellung der Füße, Beine oder Hüftknochen und durch Übergewicht. Die starke Beanspruchung sorgt dafür, dass am Fersenknochen ein knöcherner Anbau entsteht. Der Sehnenansatz am Fuß ist bei einem Fersensporn durch kleine Verletzungen mit entzündlichen Stellen gekennzeichnet.

Diese sind letztlich auch für die Schmerzen verantwortlich, die einen Fersensporn charakterisieren. Der knöcherne Auswuchs selbst bereitet zunächst keine Probleme, doch die Entzündungsreaktion an der Ferse führt bei jedem Auftreten zu qualvollen Schmerzen. Gerade bei den ersten Schritten nach dem Aufstehen oder nach einer längeren Belastung des Fußes haben die Betroffenen starke Beschwerden. Eine Therapie sorgt dafür, dass die Belastung des betroffenen Fußes gezielt reduziert wird und die Schmerzen dadurch gelindert werden.

Welche Formen des Fersensporns gibt es?

Beim Fersensporn, auch Kalkaneussporn genannt, unterscheidet man zwischen zwei Varianten: dem unteren und dem oberen Fersensporn. Der untere Fersensporn ist die häufiger auftretendere Form und bildet sich an der Unterseite des Fersenknochens, also an der Fußsohlenseite der Ferse. Hier befindet er sich am Ansatz der Sehnenplatte der Fußsohle und zeigt in Richtung der Zehen. Dabei ist er umgeben von der Plantarsehne, die als ein dicker, platter Strang aus äußerst festem Bindegewebe das Fußlängsgewölbe hält. Die Sehnenplatte reicht von der Ferse bis zu den Zehengrundgelenken, sodass die Schmerzen durch den unteren Fersensporn zuweilen über die ganze Fußsohle strahlen. Der obere Fersensporn ist seltener und bildet sich an der Rückseite der Ferse. Hier befindet sich der Ansatz der Achillessehne und der Fersensporn ragt nach oben hin in Richtung der Wade. Die Überlastung des Fußes führt hier zu kleineren Einrissen am Sehnenansatz und dadurch zu Schmerzen.

Was ist die Ursache für einen Fersensporn und wer ist davon betroffen?

Erstmalig tritt der Fersensporn bei den meisten Menschen im Alter zwischen 50 und 60 Jahren auf. Viele Menschen mit einem Fersensporn leben ohne jegliche Beschwerden. Bei ihnen wird der Dorn zufällig beim Röntgen entdeckt. Die Betroffenen, bei denen sich dagegen Entzündungen entwickeln, kommen meist durch diese Schmerzen in die Arztpraxis und erhalten dort die Diagnose eines Fersensporns. Die Ursache des Fersensporns liegt meist Jahrzehnte zurück, denn der Dorn am Fuß entwickelt sich über die Zeit.

Das Längsgewölbe der Füße flacht im Lauf der Zeit immer mehr ab und es kommt zu Reizungen an der Sehne unter dem Gewölbe. Dieser Reizung versucht der Körper durch Kalkablagerungen entgegenzuwirken. Dadurch soll mehr Stabilität an den Sehnenansätzen entstehen. Hierbei kann man den Fersensporn als Notfallmaßnahme des Körpers verstehen. Doch eine weiter anhaltende Belastung führt zu einer Entzündung des Gewebes um den Fersensporn herum.

Welche Faktoren begünstigen einen Fersensporn?

Besonders schnelles Laufen oder Übergewicht führen dazu, dass die Füße mehr Belastung ausgesetzt sind, als sie aushalten können. Hierbei entstehen besonders schnell Entzündungen, da das Gewebe in starkem Ausmaß beansprucht ist. Auch bei einer Muskelschwäche, zum Beispiel durch einen Mangel an Bewegung, kann es dazu kommen, dass die Sehnen schnell überlastet sind und sich Entzündungen bilden.

Weitere Probleme entstehen dadurch, dass die Wirbelsäule von einer Fehlstellung betroffen ist oder ein Beckenschiefstand zu einer Fehlhaltung führt. In diesem Fall trägt der betroffene Fuß mehr Gewicht als der andere und ist somit anfälliger für die Entstehung eines Fersensporns. Auch falsches Schuhwerk führt häufig zu einer nachteiligen Druckverteilung. Gerade beim Tragen von Schuhen mit dünner Ledersohle kann es auch zu plötzlich auftretenden Fersenschmerzen kommen, die auf einen Fersensporn hindeuten.

Welche Symptome treten bei einem Fersensporn auf und wie wird er diagnostiziert?

Die Schmerzen an der Ferse sind das Hauptsymptom beim Fersensporn. Viele Patienten berichten von einem stechenden, brennenden Schmerz, der sich anfühlt, als sei man in einen Nagel getreten. Die Schmerzen treten gerade nach längeren Ruhephasen auf und lassen mit der Zeit etwas nach. Chronische Entzündungen des Fersensporns sorgen dagegen für einen dauerhaften Schmerz, der unabhängig vom Auftreten des Fußes spürbar ist.

Der Fersensporn wird meist durch ein Röntgenbild diagnostiziert. Hier lässt sich genau erkennen, an welcher Stelle sich der Fersensporn befindet und welche Größe er bereits angenommen hat. Das Bild zeigt einen dornenförmigen Knochenfortsatz, der sich am hinteren Rand des Fersenbeins oder an der Unterseite des Fersenbeins befindet. Besonders große Fersensporne lassen sich bereits durch einfaches Abtasten und den Druckschmerz lokalisieren.

Was kann man gegen einen Fersenspron tun?”

Die Patientinnen und Patienten erhalten bei der fachärztlichen Untersuchung meist den Ratschlag, den betroffenen Fuß erst einmal zu entlasten. Bis eine Besserung auftritt, wird empfohlen, intensiven Sport und lange Spaziergänge ohne gepolsterte Schuhe zu vermeiden. Außerdem helfen gepolsterte Fersenkissen und eine leichte Absatzerhöhung, um die Schmerzen abklingen zu lassen. Denn durch passendes Schuhwerk kann das Gewebe um den Fersensporn herum abschwellen und die Schmerzen werden gelindert.

Sollten diese Maßnahmen nicht helfen, wird Betroffenen meist empfohlen, entzündungshemmende oder schmerzstillende Salben aufzutragen. Zusätzlich kann unter fachärztlicher Aufsicht der Fersensporn mit Kortisol oder örtlichen Betäubungsmitteln behandelt werden, wobei diese Maßnahmen keine langfristige Therapie, sondern nur eine kurzfristige Entlastung darstellen. Grundsätzlich sind individuell angepasste Einlagen für die Schuhe empfehlenswert, da diese eine optimale Druckverteilung garantieren. Bei Übergewicht wird eine Gewichtsreduktion empfohlen, da so die Belastung auf die Füße ebenfalls verringert wird. Sportler sollten dagegen ihre Lauftechnik überprüfen lassen und auch beim Sport Schuhe mit guter Polsterung tragen. Durch eine Physiotherapie können die Sehnen und Muskeln am Fuß mit gezielten Übungen gekräftigt werden und dadurch Schmerzen durch einen Fersensporn lindern.

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Dieser Artikel dient nur zu Deiner Information. Er ermöglicht keine Selbstdiagnose und ersetzt keinen Arztbesuch. Nur ein Arzt kann Dich verlässlich und verbindlich untersuchen und diagnostizieren.
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