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Schlafkiller akute Bronchitis – was Du gegen den Husten tun kannst

Bronchitis

Du musst ständig husten, der Brustkorb schmerzt, das Atmen fällt schwer und Du findest nachts kaum Ruhe? Dann leidest Du vermutlich an einer akuten Bronchitis – eine der häufigsten Ursachen für einen Arztbesuch. Wie diese Erkrankung entsteht, wie Du Dich und Deine Familie davor schützt und wie Du die lästigen Hustenanfälle am besten in den Griff bekommst, verraten wir Dir hier.

Akute Bronchitis – Was ist das eigentlich?

Die Endung auf -itis lässt erahnen, dass es sich bei der Bronchitis um eine Entzündung handelt – eine Entzündung der Bronchien, um genau zu sein. Bronchien sind Verzweigungen der Luftröhre, die sich nach unten immer weiter verästeln und verengen. Wenn sich die Schleimhäute in den Bronchien entzünden, geschehen mehrere Dinge: Zunächst werden in den Bronchien liegende Nervenendigungen gereizt, wodurch der lästige Reizhusten entsteht. Innerhalb weniger Tage werden bestimmte Schleimhautzellen dazu angeregt, große Mengen zähen Schleims zu produzieren, der in den Bronchien festsitzt und nur noch mit Mühe abgehustet werden kann (produktiver Husten). Außerdem können die Wände der Bronchien anschwellen und das Atmen schwer fallen. Davon sind vor allem kleine Kinder betroffen, bei denen die Bronchien noch sehr klein und eng sind.

Eine unkomplizierte akute Bronchitis heilt in der Regel innerhalb von 14 Tagen aus. Während die Entzündung langsam abklingt, normalisiert sich auch die Schleimproduktion wieder. Der Husten kann aber noch mehrere Wochen lang andauern.

Wie steckst Du Dich mit einer akuten Bronchitis an?

Mögliche Auslöser für eine Bronchitis gibt es viele: Rauchen, giftige Dämpfe und bakterielle Infektionen – all dies kann zu einer Entzündungsreaktion in den Bronchien führen. In 90 Prozent aller akuten Bronchitiden ist der Übeltäter aber ein Erkältungsvirus.

Mit Erkältungsviren kannst Du Dich quasi überall anstecken, wo sich andere Menschen aufhalten, besonders aber dort, wo es voll und eng ist. Die Viren werden per Tröpfcheninfektion übertragen, also durch Niesen und Husten. Manchmal kommt nach einigen Tagen zur viralen noch eine bakterielle Infektion hinzu (eine sogenannte bakterielle Superinfektion) – der Krankheitsverlauf wird dann schwerer.

Woran erkennt man eine Bronchitis?

Das wichtigste Symptom einer akuten Bronchitis ist der Husten, zumeist begleitet von brennenden Schmerzen hinter dem Brustbein. Daneben treten oft ganz allgemeine erkältungstypische Beschwerden wie Fieber, Heiserkeit, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen auf.

Dein Arzt oder Deine Ärztin wird die Diagnose vor allem auf der Beschreibung dieser Symptome stellen, zusätzlich aber auch noch Deine Lungen abhören und in den Rachen schauen. Liegt ein Verdacht auf Lungenentzündung vor, wird zusätzlich ein Röntgenbild angefertigt und es werden die Blutwerte bestimmt.

Wie wirst Du die Bronchitis am effektivsten los?

Eine akute Bronchitis ist zunächst einmal keine schwere Erkrankung. Ob eine medikamentöse Behandlung notwendig ist, werden Dein Arzt oder Deine Ärztin anhand der Schwere der Symptome beurteilen. Die Therapie erfolgt im Normalfall symptomatisch: Neben entzündungshemmenden Medikamenten kommen vor allem Hustenmittel zum Einsatz, die entweder zur Gruppe der Hustenstiller oder der Hustenlöser zählen.

Hustenstiller (auch Antitussiva genannt) hemmen den quälenden Reizhusten, indem sie entweder direkt auf das Hustenzentrum im Gehirn wirken oder die Hustenrezeptoren in den Bronchien blockieren. Zu diesen Mitteln gehören neben den rezeptfreien Wirkstoffen Dextromethorphan und Pentoxyverin auch Codein und Noscapin. Letztere sind rezeptpflichtig und können starke Nebenwirkungen hervorrufen und süchtig machen.

Hustenstiller sollten mit Bedacht eingesetzt werden. Bei produktivem Husten sind sie zudem kontraindiziert, da sie den Abtransport des zähen Schleims behindern.

Hustenlöser hingegen sollen den zähen Schleim verflüssigen bzw. den Abtransport aus den Bronchien unterstützen. In der Apotheke stehen eine Reihe von rezeptfreien Wirkstoffen wie Ambroxol, Bromhexin, Acetylcystein, Carbocystein und Guaifenesin zur Verfügung.

Verwende niemals Hustenstiller und Hustenlöser gemeinsam, da sie sich in ihrer Wirkung gegenseitig aufheben!

Da es sich bei einer akuten Bronchitis in den meisten Fällen um eine virale Infektion handelt, ist eine Therapie mit Antibiotika sinnlos! Antibiotika wirken ausschließlich gegen Bakterien und helfen daher nur in den wenigsten Fällen (zum Beispiel bei einer bakteriellen Superinfektion).

Müssen es immer Medikamente sein?

Außer mit Medikamenten kannst Du Deinen Körper auch mit anderen Maßnahmen unterstützen: Trinke über den Tag verteilt viel Flüssigkeit (am besten Wasser oder ungesüßte Tees). Das hält die Schleimhäute der Bronchien feucht und hilft dabei, den zähen Schleim besser abzutransportieren.

Sorge in beheizten Räumen für eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, um Deine Schleimhäute vor Austrocknung zu schützen. Du kannst dazu Schalen mit Wasser auf die Heizung stellen und im Schlafzimmer (am besten unbeheizt!) feuchte Tücher aufhängen.

Wenn Du einen Hustenanfall hast, huste am besten immer möglichst sanft in den Ärmel (wobei sich die Backen blähen). Dies schützt Deine Bronchien vor Verletzungen.

Gibt es Komplikationen?

Wenn nach zwei Wochen keine Besserung eintritt, solltest Du unbedingt einen Arzt oder eine Ärztin zur weiteren Abklärung aufsuchen, da sich gegebenenfalls eine obstruktive oder spastische Bronchitis entwickelt haben könnte. Langfristig besteht dann auch die Gefahr einer chronischen Bronchitis. Auch Keuchhusten oder eine Lungenentzündung sollte dann ausgeschlossen werden.

Wie schützt Du Dich und Deine Familie vor einer Bronchitis?

Natürlich kannst Du versuchen, Dich und Deine Familie in den infektreichen Wintermonaten in Deiner Wohnung zu verbarrikadieren und jeglichen Kontakt mit Mitmenschen zu vermeiden. Eine praktische und lebenswerte Strategie ist das aber sicherlich nicht.

Der beste Schutz vor einer akuten Bronchitis ist ein gesundes Immunsystem. Dieses stärkst Du am besten das ganze Jahr über durch eine gesunde und ausgeglichene Ernährung sowie regelmäßige und moderate körperliche Aktivität an der frischen Luft (Spaziergänge, Joggen, Fahrradfahren usw.).

Besonders in den Wintermonaten solltest Du darauf achten, immer reichlich und über den Tag verteilt zu trinken und die Luft in beheizten Innenräumen nicht zu trocken werden zu lassen. Beide Maßnahmen schützen Deine Schleimhäute vor Austrocknung und machen sie weniger anfällig gegen Viren. Aufs Rauchen solltest Du natürlich weitestgehend oder am besten ganz verzichten.
Wenn Du diese Tipps beherzigst, müssen Dir auch überfüllte Busse und Bahnen keinen Angstschweiß mehr auf die Stirn treiben.

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Dieser Artikel dient nur zu Deiner Information. Er ermöglicht keine Selbstdiagnose und ersetzt keinen Arztbesuch. Nur ein Arzt kann Dich verlässlich und verbindlich untersuchen und diagnostizieren.
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