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Die atopische Schwangerschaftsdermatose – Ursachen, Symptome und Hilfe

Schwangerschaftsdermatose

Die atopische Schwangerschaftsdermatose ist eine der spezifischen Dermatosen, die nur während der Schwangerschaft auftreten. Als Dermatose bezeichnen Medizinerinnen und Mediziner eine Hautkrankheit. Die atopische Schwangerschaftsdermatose ist die Schwangerschaftsdermatose, die am häufigsten auftritt – meistens vor dem dritten Trimester und somit in der ersten Schwangerschaftshälfte.

Welche Symptome ruft die atopische Schwangerschaftsdermatose hervor?

Schwangere, die unter einer atopischen Schwangerschaftsdermatose leiden, bemerken meist zunächst flächenhaft ausgebreitete Rötungen oder Ekzeme. Charakteristisch hierfür sind folgende Körperareale:

• Hals und Gesicht,
• Dekolleté,
• Ellenbeuge sowie
• Kniekehle.

Außerdem kann es zum Auftreten von geröteten Knötchen, sogenannten Pappeln, kommen. Diese begrenzen sich dann eher auf den Oberkörper sowie auf die Extremitäten – also Arme und Beine. Sie sind in der Regel hautfarben oder rötlich.

Kennzeichnend für die Erkrankung ist zudem der stark ausgeprägte Juckreiz sowie allgemein eine trockene Haut. Häufig sind die Übergänge von trockenen Hautstellen zu Ekzemen, Pappeln oder Knötchen fließend.

Welche Ursachen liegen der atopischen Schwangerschaftsdermatose zugrunde?

Die atopische Schwangerschaftsdermatose ist eine Krankheit, die durch eine erbliche Veranlagung gekennzeichnet ist. Bei den Betroffenen liegt eine sogenannte atopische Diathese vor, das heißt, sie leiden unter einer speziellen Anfälligkeit für bzw. Neigung zu

• Neurodermitis,
• Heuschnupfen sowie
• allergischem Asthma,

welche genetisch bedingt ist. In der Schwangerschaft kann die Umstellung der Hormone dazu führen, dass zudem das Immunsystem geschwächt wird und die Erkrankung ausbricht.

Etwa 80 Prozent der Betroffenen leiden während der Schwangerschaft zum ersten Mal unter einem atopischen Ekzem, während jede fünfte Patientin bereits vorher unter einem atopischen Ekzem litt, welches sich erst in der Schwangerschaft verschlimmert.

Wer die Erkrankung einmal durchläuft, wird sich mit dieser bei einer erneuten Schwangerschaft höchstwahrscheinlich erneut konfrontiert sehen.

Wie erfolgt die Diagnose der Krankheit?

Wer während der Schwangerschaft unter Juckreiz und Ekzemen auf der Haut leidet, sollte schnellstmöglich fachärztlichen Rat einholen. Der Arzt oder die Ärztin wird zunächst die gesamte Haut auf die Veränderungen absuchen. Anhand der Vorgeschichte und Fragen nach familiärem Auftreten einer atopischen Dermatose wird der Verdacht auf die Erkrankung fallen.

Ist sich der Arzt oder die Ärztin dennoch nicht sicher, ob es sich tatsächlich um eine atopische Schwangerschaftsdermatose handelt, können weitere Tests veranlasst werden. Klarheit verschafft eine Biopsie, also eine Gewebeprobe, die im Labor untersucht wird. Darüber hinaus liefert eine Blutuntersuchung weitere Hinweise und hilft, die Erkrankung sicher zu diagnostizieren und von anderen Hauterkrankungen abzugrenzen.

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Dieser Artikel dient nur zu Deiner Information. Er ermöglicht keine Selbstdiagnose und ersetzt keinen Arztbesuch. Nur ein Arzt kann Dich verlässlich und verbindlich untersuchen und diagnostizieren.
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