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Was ist eigentlich ein Hautausschlag?

Hautausschlag

Die Haut ist unsere Schutzhülle, Botschafter unseres Immunsystems und sie signalisiert anderen Menschen, wie wir uns fühlen: Wenn es uns schlecht geht, sind wir bleich, hingegen rosig bei guter Gesundheit oder gar rot in beschämenden Situationen. Auch Stress macht sich in Form von fleckigen Rötungen oder Pickeln auf der Haut bemerkbar. Unsere Haut verrät, wie es in uns aussieht und wird deshalb auch der „Spiegel der Seele“ genannt. Durch sie fühlen wir, empfinden Lust oder Schmerz, Wärme oder Kälte und dementsprechende Folgereaktionen werden im Körper ausgelöst.

Die Haut ist mit einer Gesamtfläche von bis zu zwei Quadratmetern unser größtes Organ. Sie wiegt beim Erwachsenen im Schnitt 14 Kilogramm. Was passiert, wenn dieses System mit Ausschlag reagiert? Welche Arten von Ausschlägen gibt es? Welche Ursachen können dahinterstecken? Diese und weitere interessante Fragen rund um das Thema „Hautausschlag“ wollen wir uns genauer ansehen.

Was versteht man unter einem Hautausschlag?

Medizinerinnen und Mediziner sprechen im Falle eines akuten Hautausschlages von einem „Exanthem“. Ein Hautausschlag betrifft meistens größere Hautpartien, an welchen sich in spezieller Weise weiße, rote oder bräunliche Auffälligkeiten bilden – flach oder erhaben. Es gibt auch flüssigkeitsgefüllte Bläschen, eitrige Pusteln, Quaddeln und Knötchen. Man nennt diese charakteristischen Details eines Ausschlags „Effloreszenzen“. Diese Effloreszenzen führen in vielen Fällen bereits zu einer möglichen Diagnose.

Es ist ratsam genau zu beobachten, zu welchem Zeitpunkt und an welcher Stelle es zu Veränderungen kommt, wie der weitere Verlauf ist und ob weitere Symptome hinzukommen. Die Ausbreitung von Exanthemen kann unterschiedlich stark sein, netzförmig oder landkartenartig. Häufige Stellen, an denen Ausschlag auftritt, sind Gesicht, Hände, Füße, Ellbogen und -beugen, die Innenseiten der Unterarme, Knie und Beine. Charakteristisch sind auch Ausschläge an Rücken, Bauch und Brustkorb, im Leistenbereich, am Gesäß und in der Genitalgegend. Anfängliche Rötungen und Bläschen können schließlich zu Verkrustungen, Schuppen, Rissen und Wunden werden.

Hautausschläge werden oft von Juckreiz begleitet, fühlen sich heiß an, brennen und/oder schmerzen. Weitere Begleitsymptome können beispielsweise Fieber, Übelkeit, Schweißausbrüche, Schwellungen, Husten und geschwollene Lymphknoten sein.

Was kann hinter einem Hautausschlag stecken?

Die Ursachen für einen Hautausschlag können ganz unterschiedlich sein. Jeder kennt den brennenden Ausschlag, nachdem man mit Brennnesseln in Berührung gekommen ist – der Grund der Beschwerden ist klar. Auch stark juckende Windpocken, die den ganzen Körper übersäen, können leicht diagnostiziert werden. Schwerer wird es, wenn allergische Reaktionen, beispielsweise auf bestimmte Medikamente, hinter dem Ausschlag stecken.

Häufige Ursachen für Ausschläge können sein:

-Allergien (zum Beispiel Nahrungsmittel-, Kontakt- oder Arzneimittelallergien)
-Infektionen (häufig bei Kinderkrankheiten wie Masern, Windpocken, Ringelröteln usw.)
-Nesselsucht
-bestimmte Geschlechtskrankheiten, wie Gonorrhoe oder Syphilis
-Hauterkrankungen, wie zum Beispiel Neurodermitis
-einige internistische Krankheiten, wie beispielsweise Erkrankungen der Nieren

Wann sollte ich zum Arzt oder zur Ärztin gehen?

Ein Arztbesuch ist immer ratsam bei:

-unklarer Ursache für eine Hautveränderung,
-plötzlichem und heftigem Ausschlag,
-starkem Juckreiz, Schmerzen oder Schwellungen,
-Begleitsymptomen wie Fieber, Schwäche, Atemnot und/oder weiteren Symptomen,
-langsamer Entwicklung des Ausschlages und zunehmender Ausbreitung,
-Hautveränderungen, die in Schüben auftreten,
-Veränderungen des Ausschlages,
-roten Flecken die auf Hautblutungen hindeuten könnten.

Eine erste Anlaufstelle für derartige Beschwerden kann der Hausarzt oder die Hausärztin sein. Entweder erfolgt hier schon die Therapie oder eine Überweisung an einen Facharzt bzw. eine Fachärztin (Allergologie). Für Kinder ist normalerweise ein Kinderarzt bzw. eine Kinderärztin zuständig.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Im Fall eines Hautausschlages ist es ratsam, rasch mit einer geeigneten Behandlung zu beginnen und möglichst bald fachärztlichen Rat einzuholen.

Zunächst werden Zeitpunkt und Körperstellen untersucht, an welcher das Exanthem zuerst auftrat. Außerdem wird im Rahmen der Untersuchung erfragt, ob zusätzlich Beschwerden wie Juckreiz, Fieber oder Husten vorliegen, ob Allergien bekannt sind oder ob Arzneimittel eine Rolle spielen könnten. Wenn der Kontakt zu an ansteckenden Krankheiten erkrankten Personen bekannt ist, ist die Ansteckungsgefahr natürlich groß. In Krippen, Kindergärten oder Schulen passiert es häufig, dass Krankheiten wie Windpocken gleich die Runde machen.

Dem Gespräch folgt eine gründliche Untersuchung, besonders der Ausschlag wird genau angesehen. Außerdem wird die Körpertemperatur gemessen, der Hals inspiziert und die Lymphknoten abgetastet.

Manchmal sind weitere Untersuchungen erforderlich, wie ein Abstrich, eine Gewebeprobe (Biopsie), eine Blutuntersuchung oder ein Allergietest.

In manchen Fällen ist bereits die betroffene Körperstelle selbst ein Hinweis auf die mögliche Ursache. Einige Hauterkrankungen, welche sich durch Hautausschlag äußern, verbreiten sich über den gesamten Körper. Es gibt aber auch Erkrankungen, bei denen sich die Ausschläge von einer Stelle aus weiterverbreiten, beispielsweise vom Gesicht, Bauch oder Hals aus.

Therapie

Die erforderliche Therapie hängt von der Ursache des Exanthems ab. Infektionen können beispielsweise mit Antibiotika, antiviralen Arzneien, Medikamenten gegen Pilze oder mit Mitteln gegen Parasiten behandelt werden. Im Falle allergischer Reaktionen lindern Antihistaminika und Präparate mit Kortison oftmals die Beschwerden.

In vielen Fällen verschwindet der Hautausschlag ganz von selbst, wenn die ursächliche Erkrankung therapiert wird. Um den Heilungsprozess zu fördern, können zusätzlich spezielle Salben und Cremes verordnet werden.

Hautausschlag bei Kindern

Ursache für Ausschläge bei Kindern sind meistens die klassischen Kinderkrankheiten, beispielsweise Scharlach, Masern oder Ringelröteln. Die Neurodermitis ist ebenfalls eine häufig bei Kindern anzutreffende Form des Exanthems.

Vor allem Säuglinge und Kleinkinder sind manchmal von der sogenannten „Windeldermatitis“ betroffen. Wegen des feuchten Milieus innerhalb der Windel wird die Haut aufgeweicht. Wenn dann noch die Windel auf der weich gewordenen Haut reibt, kann es zu einer Hautreaktion mit Ausschlag kommen.

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Dieser Artikel dient nur zu Deiner Information. Er ermöglicht keine Selbstdiagnose und ersetzt keinen Arztbesuch. Nur ein Arzt kann Dich verlässlich und verbindlich untersuchen und diagnostizieren.
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