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Alles, was Du über die Mutter-Kind-Kur wissen musst

Mutter-Kind-Kur

Was so spießig klingt und in den 1950er Jahren den Namen „Mütter-Erholungskur“ trug, ist aktuell wie nie. Wenn Du Kinder hast, weißt Du genau, wie die verschiedenen Anforderungen an Dir zerren: volle Leistung im Job, liebevoll und aufmerksam für die Kinder da sein und – ach ja – der Haushalt und die älter werdenden Eltern nicht zu vergessen. Von Hobbys oder Sport ganz zu schweigen.

Wenn dann noch etwas Unerwartetes passiert, wie zum Beispiel, dass das Kind aus der Kita abgeholt werden muss oder der Partner plötzlich weg ist, ist das Limit erreicht. Du hast das Gefühl, dass bei Dir nichts mehr geht, doch ein Ausweg ist nicht in Sicht. Dafür gibt es eine Lösung – und die heißt MuKiKu! Die gute alte Mutter-Kind-Kur ist in unserer stressbeladenen Gesellschaft und in den Zeiten von Burn-Out und Erschöpfung stark im Aufwind. Es gibt sie auch als Vater-Kind-Kur oder Mutter-Vater-Kind-Kur, kurz auch MuKiKu oder VaKiKu genannt.

Was ist eine Mutter-Kind-Kur?

Jetzt fragst Du Dich sicher, was denn nun diese Mutter-Kind-Kur genau ist. Es handelt sich um eine medizinische Maßnahme für Eltern mit Gesundheitsbeschwerden, die von der Belastung durch die Mutter- oder Vater-Rolle herrühren. Heutzutage sind das vermehrt psychische Erkrankungen wie Burn-out oder Depression und Erschöpfung.

Viele Beschwerden, die damit in Zusammenhang stehen, sind Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Atemwegsbeschwerden. Die Kur dauert insgesamt drei Wochen. Dabei kannst Du wieder Ruhe finden, Kraft schöpfen, Methoden der Stressprävention lernen und Dich neu organisieren. Es ist allerdings kein Urlaub, denn Du musst vor Ort an einem Programm teilnehmen, das Dir helfen soll, in Zukunft besser zurechtzukommen.

Wer hat Anspruch auf eine Kur?

Einen Anspruch auf die Mutter-Kind-Kur hast Du, wenn Du kurbedürftig bist. Dafür sollte einer der folgenden vier Punkte auf Dich zutreffen:

• große Schwierigkeiten bei der Erziehung oder Versorgung der Kinder
• familiäre Belastung, wie zum Beispiel eine Trennung vom Partner
• starke psychische Belastung, wie die einer Burn-out-Erkrankung oder Depression
• Versorgung pflegebedürftiger oder behinderter Kinder oder Angehöriger

Wenn Deine Beschwerden allerdings allesamt auf den Stress im Job zurückzuführen sind, dann ist die Rentenversicherung zuständig. Bei der Mutter-Kind-Kur geht es allein um die Belastungen durch die Elternrolle.

Wie stellt man einen Antrag für eine Mutter-Kind-Kur?

Bist Du gesetzlich versichert, solltest Du zuerst zu einem Arzt oder zu einer Ärztin gehen und Dir Deine Beschwerden attestieren lassen. Das Attest wird dann an Deine Krankenkasse geschickt. Die Kasse entscheidet über die Genehmigung Deiner Kur.

Bist Du privat versichert, kommt es darauf an, was Du mit der Kasse vertraglich vereinbart hast, also welchen Tarif Du hast. Das weitere Vorgehen und ob Dir eine Kur generell zusteht und erstattet wird, solltest Du dann bei Deiner Krankenkasse erfragen.

Was kostet eine Mutter-Kind-Kur?

Die Kosten einer Mutter-/Vater-Kind-Kur trägt die gesetzliche Krankenversicherung. Dabei musst Du allerdings mit einer Zuzahlung von 10 Euro am Tag rechnen. Das ist gesetzlich so geregelt. Der Arbeitgeber muss Dich für die Mutter-Kind-Kur von der Arbeit freistellen und Dir das volle Gehalt zahlen.

Welche Formen der Eltern-Kind-Kur gibt es?

Dein Arzt oder Deine Ärztin wird Dir die Form verordnen, die er oder sie für sinnvoll hält. Es gibt Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen. Im ersteren Fall bestünde bei Dir ein Risiko einer Erkrankung mit der Gefahr der Gefährdung der Entwicklung des Kindes. Wenn Du eine Rehabilitationsmaßnahme attestiert bekommst, dann besteht bereits eine Erkrankung.

Grundsätzlich geht es um Dich und nicht um Dein Kind. Eine Kur kann mit oder ohne Dein Kind stattfinden. In manchen Kliniken können Kinder auch selbst behandelt werden; diese Möglichkeit besteht aber nicht überall. Der Behandlungsplan vor Ort lässt sich nicht verallgemeinern – er wird ganz auf Deine Bedürfnisse zugeschnitten. Du kannst je nach Beschwerdebild mit psychologischer Betreuung, Physiotherapie, Ernährungsberatung, Bewegungstherapie oder Gruppenarbeit rechnen.

Wo findest Du eine Mutter-Kind-Klinik?

Die meisten Eltern-Kind-Kliniken sind in Luftkurorten und Heilbädern angesiedelt. Meist in ruhiger und landschaftlich schöner Umgebung, wie zum Beispiel den Nord- oder Ostseeinseln, dem bayerischen Wald oder dem Allgäu. Allerdings haben einige Krankenkassen eigene Kurstandorte oder Vertragspartner. Ob Du Dir den Kurort selbst aussuchen darfst, hängt von Deiner Krankenkasse ab.

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Dieser Artikel dient nur zu Deiner Information. Er ermöglicht keine Selbstdiagnose und ersetzt keinen Arztbesuch. Nur ein Arzt kann Dich verlässlich und verbindlich untersuchen und diagnostizieren.
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